Seit über zehn Jahren bemüht sich die Bezirksvertretung Dortmund-Scharnhorst um den Bau einer Buswendeschleife „Am Wittfeld“ im Dortmunder Stadtteil Derne – unmittelbar an der Stadtgrenze zu Lünen. Trotz der langjährigen Bemühungen und des inzwischen erfolgten Grundstückserwerbs durch die Stadt Dortmund ist der Bau dieser dringend benötigten Infrastrukturmaßnahme weiterhin nicht absehbar.

Bis dahin müssen weiterhin bis zu sieben Gelenkbusse pro Stunde durch die enge Wohnstraße „Am Wittfeld“ fahren – eine erhebliche Belastung für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Bei einem interkommunalen Austausch zwischen SPD-Mitgliedern aus dem Stadtbezirk Scharnhorst und Lünen entstand nun eine Idee, die gleich mehrere Probleme lösen könnte: Die Buslinie 420 soll über die Stadtgrenze hinaus bis zum Bahnhof Lünen-Preußen verlängert werden.

„Warum endet die Linie 420 eigentlich direkt an der Stadtgrenze zu Lünen und fährt nicht noch die wenigen hundert Meter bis zum Bahnhof Preußen?“, fragt SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Römermann aus der Bezirksvertretung Scharnhorst. „Dort könnte eine attraktive Umsteigeverbindung zwischen dem Dortmunder und dem Lüner Busnetz entstehen.“

Hoffen auf Entlastung für die Anwohner am Wittfeld: v.l.: Co-Fraktionsvorsitzender Cornelius Uhr, stellv. Bezirksbürgermeisterin Albina Klimek und Co-Fraktionsvorsitzender Ralf Römermann aus der Bezirksvertretung Dortmund-Scharnhorst.

Für Fahrgäste aus Lünen würde sich gleichzeitig eine schnelle Verbindung Richtung Aplerbeck ergeben. „Auf dem Weg würden wichtige Bahnhöfe in Scharnhorst, Brackel und Aplerbeck miteinander verbunden, ebenso würde eine direkte Anbindung an mehrere Dortmunder Stadtbahnlinien erfolgen. Lange Umwege über den Dortmunder Hauptbahnhof könnten so vermieden werden“, ergänzt Gian Luca Fusillo, Vorsitzender der SPD Lünen-Horstmar. „Und das ganz ohne eine neue Buslinie!“

Freut sich über die Perspektive einer weiteren Anbindung für seinen Stadtteil: Der Vorsitzende der SPD Lünen-Horstmar Gian Luca Fusillo.

Auch für die Anwohnerinnen und Anwohner am Wittfeld könnte die Idee Vorteile bringen. „Wenn Busse über die Unterführungen am Bahnhof Preußen wenden könnten, würde das die Situation in der Wohnstraße deutlich entspannen“, so der Co-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Cornelius Uhr.

Vor wenigen Tagen besuchten SPD-Mitglieder, Mandatsträger aus dem Kreistag Unna, dem Rat der Stadt Lünen und der Bezirksvertretung Dortmund-Scharnhorst und Bürgerinnen und Bürger aus Dortmund und Lünen gemeinsam die beiden Haltestellen „Am Wittfeld“ und „Preußenbahnhof“ und verständigten sich darauf, sich gemeinsam städteübergreifend für die Prüfung und Umsetzung dieser Idee einzusetzen.

Städteübergreifende Zusammenarbeit – Setzen sich für die Verlängerung der Buslinie 420 bis nach Lünen ein: SPD-Mandatsträger, SPD-Mitglieder und Bürgerinnen und Bürger – hier bei einem Ortstermin vor der Bushaltestelle „Preußenbahnhof“ in Lünen-Horstmar, darunter u.a. die Kreistagsmitglieder Simone Symma, Renate Schmeltzer-Urban und Jens Hebebrand, die Lüner Ratsmitglieder Barbara Utrata und Manfred Kolodiejski, Landtagskandidat Steven Roch und der Vorsitzende der SPD Lünen-Beckinghausen Robert Schmidt.